So testet der Gesetzgeber


Nach dem Start wird das Fahrzeug auf dem Prüfstand in einer genau festgelegten Reihenfolge (siehe Fahrkurve oben) mehrmals auf bis zu 50 km/h beschleunigt und wieder bis zum Stand abgebremst. So simuliert der Fahrzyklus realitätsnah Stadtverkehr, der auch im Alltagsbetrieb eine große Rolle spielt.

Nahtlos an den innerstädtischen Teil schließt sich der Überland-Zyklus an, bei dem der Wagen auf 120 km/h beschleunigt wird. Während des Tests wird ein Teil der Abgase in Beuteln aufgefangen und nachher auf die Konzentrationen der drei limitierten Schadstoffe untersucht.
Diese dürfen bei einem Euro-3-Pkw 2,3 Gramm Kohlenmonoxid, 0,2 Gramm Kohlenwasserstoffe und 0,15 Gramm Stickoxide pro Kilometer nicht überschreiten. Bei einem Fahrzeug oh ne geregelten Katalysator liegen die Werte mindestens um den Faktor einhundert höher.
Nicht zuletzt die Kosten dieses Testverfahrens sind es aber, die der Verbreitung hochwertiger Nachrüstanlagen im Weg standen und stehen. Mit über 10.000 Mark schlägt ein Testlauf zu Buche. Für die Industrie Peanuts, beweget sich Nachrüster bei diesen Einstandskosten schnell jenseits der Rentabilität.


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